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16.02.2021

FAIRTIQ-App jetzt mit Be-out-Funktion

Die neue Funktion mit dem Namen „Smart Stop“ trägt einem wichtigen Nutzerbedürfnis Rechnung.

Ein beträchtlicher Teil der Anfragen an den FAIRTIQ-Kundenservice stammt von Passagieren, die vergessen haben, ihre Fahrt zu beenden. 

Auf Wunsch erinnert FAIRTIQ nun die Passagiere an das Fahrtende und bietet eine Check-out-Hilfe an. 

Hinter „Smart Stop“ steckt hochintelligente Technologie: Das System reagiert nicht einfach schlicht darauf, dass eine Person aus einem Verkehrsmittel aussteigt – schließlich könnte die Fahrt ja nach kurzer Wartezeit und Umsteigen fortgesetzt werden. 

Sondern das Hintergrundsystem der FAIRTIQ-App ist darauf trainiert, Fortbewegungsarten zu identifizieren. 

Die FAIRTIQ-Technologie kann anhand der Auswertung von Ortsdaten nicht nur ermitteln, ob die Person sich zu Fuß oder gar nicht mehr bewegt – sondern auch, ob sie vom öffentlichen Verkehrsmittel in ein anderes Fortbewegungsmittel, wie beispielsweise Taxi oder Pkw, umgestiegen ist. 

Die zusätzliche Funktion läuft außerdem nur, wenn sie vom User in den Einstellungen der FAIRTIQ-App aktiviert wurde. 

Bei aller Intelligenz dieser Technologie behalten die Nutzerinnen und Nutzer also jederzeit die Kontrolle.

„Smart Stop“ trifft keine Entscheidungen ohne den Fahrgast.

Sobald das System vermutet, dass eine Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel endgültig beendet wurde, löst es einen Countdown aus und schickt eine Push-Mitteilung an das Smartphone der Kundin oder des Kunden. 

Sie oder er kann nun, ohne weiteres Zutun, die Reiseerfassung vom System automatisch beenden lassen, manuell auschecken oder aber den Countdown abbrechen, falls die Reise fortgesetzt wird. 

©Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) Chris Christes


Die Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) und Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH (rms GmbH) haben bereits im Förderprojekt „EiLo – Einsteigen und Losfahren“ intensiv am Ticketing per Standortermittlung gearbeitet. Viele dort gewonnene Erkenntnisse konnten in Kombination mit der FAIRTIQ-Technologie im Projekt „RMVsmart In/Out“ in die Praxis umgesetzt werden.


„Einen wesentlichen Wunsch, nämlich den Check-out überflüssig zu machen, hat FAIRTIQ nun in Rekordzeit mit der „Smart Stop“-Funktion umgesetzt. Wir sind glücklich, einen solch innovativen Partner an unserer Seite zu haben und freuen uns, die automatische Check-out-Funktion bald auch unseren In/Out-Pilotkunden unter den Namen „Be-out“ in der „RMVsmart“-App anbieten zu können.“ - RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat


Im Folgenden beantworten FAIRTIQ Founder & CEO Gian-Mattia Schucan und FAIRTIQ Data Scientist Johannes Josi die wichtigsten Fragen zu “Smart Stop”: 


Wie erkennt “Smart Stop”, dass ich vom Bus in mein Auto umgestiegen bin – selbst wenn ich auf derselben Straße weiterfahre?

Johannes Josi:

Tatsächlich haben wir ein Machine-Learning-System entwickelt, das Auto und Bus gut unterscheiden kann. Das ist vor allem deshalb möglich, weil es die Fahrplandaten und die Haltepunkte kennt – und weil das Auto eben normalerweise nicht an Haltestellen stehen bleibt. 


Wie arbeitet “Smart Stop” grundsätzlich, um zu ermitteln, dass eine öV-Fahrt zu Ende ist?

Johannes Josi: 

Unser Algorithmus analysiert permanent und in Echtzeit Standort- und Bewegungsdaten. Auf deren Basis beurteilt es, ob eine Person mit hoher Wahrscheinlichkeit die Reise beendet und den Check-out vergessen hat. Sobald das System sicher genug ist, erhält der jeweilige Fahrgast eine Push-Nachricht. Sie informiert darüber, dass die Reise in fünf Minuten automatisch beendet wird. Das passiert in der Regel erst, wenn der Reisende sich länger an einem Ort aufhält, denn das FAIRTIQ-System filtert ‘nicht-öV’-Bestandteile der Reise automatisch heraus.


Wie sieht es bei “Smart Stop” mit dem Datenschutz aus?

Johannes Josi: 

Wir erheben grundsätzlich nur Daten, die wir wirklich brauchen. In dem Fall bedeutet das: Wir erheben gar keine zusätzlichen Daten. Denn “Smart Stop” arbeitet ausschließlich mit den Daten, die bereits zur Reiseerkennung genutzt werden: Standortdaten, Bewegungsdaten und punktuell auch mal Beacon-Daten von Haltestellen. Und sobald der “Smart Stop” die Reise beendet, endet auch die Datenaufzeichnung.


Wie werden die Daten gespeichert?

Gian-Mattia Schucan: 

Die Daten lagern verschlüsselt auf sicheren Servern. Sie müssen zunächst personalisiert gespeichert werden, damit wir beispielsweise auf individuelle Kundenrückmeldungen reagieren können. Nach Ablauf der sogenannten Kundendienstpflicht werden die Daten vollständig anonymisiert. 

Sie möchten mehr über FAIRTIQ erfahren? 

Kontaktieren Sie heute noch unsere ÖV-Experten:


Reto Schmid

Business Development Director

reto.schmid@fairtiq.com

+41 79 611 84 55

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