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03.08.2020

Coronabedingter Arbeitsstart im Homeoffice

Der Start eines neuen Jobs ist nie einfach. Ein neues Kapitel wird im Buch “Leben” angefangen. Wer jedoch eine neue Position Ende März, April oder Mai angetreten hat, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit einen eher speziellen Eintritt in die neue Arbeitsstelle hinter sich. So passiert auch bei mir, mit Arbeitsbeginn bei FAIRTIQ am 1. Mai 2020. Der erste Tag fand an meinem Küchentisch statt, das erste Kennenlernen via Hangout.

Eine gewisse Nervosität gehört dazu, sowie auch Freude vor der neuen Aufgabe. So erging es auch mir, als ich neu bei FAIRTIQ angefangen habe. Ein grosser Teil, der zu dieser Aufgeregtheit beiträgt, ist der erste Tag, an dem man als “der oder die Neue” ins Office eintritt und einen ganzen Tag voller neuer Menschen, Arbeitsschritte und Tools vor sich hat. Meist geht man dann mit einem völlig überforderten Kopf nach Hause und fragt sich ein erstes Mal: “Wie kann ich mir das bloss alles in Zukunft merken?” Bald wird aber klar, dass viele Dinge eigentlich viel einfacher sind als gedacht und dann schlussendlich doch alles gut geht. 

FAIRTIQ ist in vielen Bereichen schon sehr modern, beispielsweise in Bezug auf die Arbeitsmodelle. Bereits schon vor der Corona Epidemie, gehörten Homeoffice und flexible Arbeitszeiten zur Philosophie des Unternehmens. Somit waren viele Arbeitsschritte und praktisch alle nötigen Tools bereits vorhanden und die Arbeit aus der Ferne konnte ohne Probleme aufgenommen werden. 

Challenges

Die erste Arbeitswoche beinhaltet meist viele verschiedene Einführungen von allen Abteilungen, Kennenlern-Meetings und erste kleinere Aufgaben. Befindet man sich schon zu Beginn im Homeoffice, fehlt die direkte Unterstützung, da man zu Beginn natürlich noch sehr viele grundsätzliche und spontane Fragen hat. Während dieser Zeit ist mir auch aufgefallen, dass die Hemmschwelle bei mir grösser ist jemanden fünf Mal mit einer Frage anzuchatten, als jemanden beispielsweise fünf Mal kurz über die Schulter etwas zu fragen. Man will ja niemanden stören oder inkompetent erscheinen. Trotzdem: Versteht man etwas nicht, fragen! Glücklicherweise herrscht bei FAIRTIQ eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und ich habe schnell gemerkt, dass Fragen immer und überall willkommen sind.

Ein weiterer Aspekt, der die Einarbeitung ein wenig erschwert hatte, war die fehlende physische Präsenz von Personen. Dies ist so gemeint, dass man viele Gesichter kennengelernt hat, jedoch nicht viel mehr. Ist jemand gross oder klein, mager oder kräftig? All diese Merkmale helfen dir zu Beginn, Personen besser in Erinnerungen zu behalten. Dazu kommt, dass bei Online Meetings die Gestik und Mimik von Personen schwierig zu lesen ist, insbesondere wenn man neu im Unternehmen ist. Deshalb auch hier bei Unsicherheit lieber nachfragen: War das jetzt ironisch oder nicht? ;)

Tipps

Wenn man in einer neuen Position in einer neuen Firma anfängt, dauert es einen Moment bis man die Vision und Philosophie des Unternehmens richtig aufgenommen hat. Deshalb rate ich, sich Zeit zu nehmen, anzuschauen was die Firma bisher alles gemacht hat. Dies hilft einem, aktuelle Prozesse und Workflows besser zu verstehen. Dazu gehört auch, dass man versucht die verschiedenen Strukturen des Unternehmens zu verstehen. So beispielsweise, die Ordnerstruktur, wo die verschiedenen Abteilungen ihre Dokumente speichern. Dort einfach mal durch alle Ordner durchklicken. Dabei kommen dann auch alte Kampagnen und Dokumente zum Vorschein.

Zusätzlich, um schneller in die Arbeit zu finden und die teilweise noch öfter vorkommenden Leerläufe zu Beginn des Arbeitsantrittes zu füllen, rate ich auch verschiedene Meetings mit anderen Mitarbeitenden zu organisieren. Einander zu erzählen, welche Verantwortlichkeiten man in der Firma hat, hilft bei zukünftigen Fragen und so ist man schon einmal in Kontakt mit anderen Arbeitskollegen. Dazu hat mir unsere Team Seite am Anfang sehr geholfen und gehörte zu Beginn zu einer meiner am meisten besuchten Webseiten während der Arbeit. Ich habe darauf nachgeschaut wie Personen aussehen, mit welchen ich gerade in Kontakt war oder welche Positionen Personen innerhalb des Unternehmens innehaben.

Einen allgemeinen Homeoffice-Tipp den ich noch habe ist, sich jeden Tag so anzuziehen, als würde man wirklich zur Arbeit gehen. Heisst: Jeans und Pulli, statt Trainingsanzug. Die Trainerhose bringt einen schnell in die “gemütliche” Gewohnheit. Zusätzlich hilft es, wenn man dann nach getaner Arbeit für den Feierabend in eine gemütliche Trainerhose schlüpft, besser den Kopf abschalten zu können. Ich persönlich habe auch immer direkt nach der Arbeit die frische Luft gesucht, so konnte ich schneller in den Feierabend-Modus umschalten.


Der Arbeitsbeginn von Zuhause aus fordert dich als neuen Mitarbeiter sehr. Es ist dabei viel Selbstverantwortung gefragt. Grundsätzlich ist es immer eine gute Idee sich freiwillig über die Firma so weit wie möglich auf allen verschiedenen Kanälen wie der eigenen Webseite, den Sozialen Medien und einer Google Suche zu informieren. So nimmt man den Vibe der Firma schnell auf und kann sich auch schon vermehrt in Meetings integrieren und mitreden. Nach nun drei Monaten bei FAIRTIQ konnte ich das Büro besuchen und viele Kollegen persönlich Kennenlernen. Nur Homeoffice geht eben doch nicht und man kommt erst dann wirklich bei der neuen Firma an, wenn man die Gesichter mit einem detaillierteren Charakter in Verbindung bringen kann.

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