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13.07.2020

FAIRTIQ hinter den Kulissen - zu Besuch bei der GöVB

Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe, und Heike Spielmann vom Vertrieb des Unternehmens als Projektleiterin. © Bernd Schlegel von der Hessische/Niedersächsische Allgemeine

Zum einjährigen FAIRTIQ-Jubiläum in Göttingen, haben wir mit dem Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) Michael Neugebauer und der Projektleiterin Heike Spielmann gesprochen und einfach mal nachgefragt:

 

Wie war die Fahrt mit uns bisher so?

Michael Neugebauer:

“Als wir uns für FAIRTIQ entschieden haben, war digitales Ticketing absolutes Neuland für uns.  Wir hatten keine großen Erwartungen und sind nun begeistert, dass unser digitales Angebot so gut bei den Fahrgästen ankommt und wir so viele Nutzer generieren konnten. Über unsere Kommunikationskanäle stellen wir überwiegend positive Rückmeldungen fest.“ 


FAIRTIQ: Hand aufs Herz: Waren Sie zu Beginn nicht etwas skeptisch, ob eine Lösung von einem Startup, also noch relativ jungem Unternehmen, auch effektiv hält, was sie verspricht?

 Michael Neugebauer:

“Oft hat man ja Vorurteile gegenüber Startups, die frisch am Markt und vielleicht noch unerfahren sind. Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht dass FAIRTIQ ein Startup ist. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir schlecht aufgehoben sein könnten. ”


FAIRTIQ: Was denken Sie, auf welche Veränderungen/Trends der letzten Jahre muss der ÖV in Deutschland reagieren? 

Michael Neugebauer: 

“Die letzten Jahre haben uns ÖV-Unternehmen folgende Themen besonders beschäftigt: 1. Elektromobilität; 2. Flexibilisierung Richtung On-Demand Verkehr; 3. Der Fachkräftemangel und 4. Die Digitalisierung. 

Für die Verkehrswende wurden in Deutschland viele Gelder zur Verfügung gestellt. Sie verlangte eine Ausweitung des ÖV und eben die schrittweise Umstellung zur Elektromobilität. Der Fachkräftemangel hat uns dabei auf jeden Fall vor eine Herausforderung gestellt. Das sind so Mega-Themen und Trends, mit denen wir ÖV-Unternehmen uns schon länger auseinandersetzen.

Das Thema Digitalisierung ist natürlich auch sehr wichtig geworden. Ein Teil der Kundschaft verlangt und erwartet digitale Tarife. Es gibt natürlich immer noch Kunden, die lieber mit Papierfahrschein fahren, aber es ist klar: wir befinden uns aktuell in einer Übergangsphase zur digitalen Welt.”

 

FAIRTIQ: Wie ist Ihre Einschätzung:  Wird Corona den ÖV langfristig verändern?

 Michael Neugebauer: 

“Offensichtlich ist zurzeit, dass die Menschen den ÖV meiden.  Mindestabstände sind nur schwer einzuhalten. Hinzu kommt, dass durch Kurzarbeit und Homeoffice auch in Zukunft weniger gefahren wird.  Unsere Fahrgastzahlen sind sehr niedrig. Laut Experten wird die Anzahl der Fahrgäste sich auch nicht nicht so schnell wieder auf das Niveau vor Corona zurückentwickeln. Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir den Kunden mit FAIRTIQ ein sicheres Fahrgefühl bieten können, ganz ohne direkten Kundenkontakt und ohne Bargeld.”

 

FAIRTIQ: Wie ist der aktuelle Stand im mobilen Ticketing in Deutschland?

Michael Neugebauer und Heike Spielmann: 

“Es tut sich was in Deutschland, das kann man erkennen. Trotzdem zählen wir uns zu den Pionieren, obwohl wir nicht zu den großen ÖV Playern in Deutschland gehören. Bei dem Luftlinientarif sind wir Nummer 2., gleich nach dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Wir sind weit vorne, was das digitale Angebot angeht und unser Vorteil war, dass wir uns schnell für FAIRTIQ entschieden haben. Durch unsere, vergleichsweise kleine Unternehmensgröße, waren wir einfach flexibel genug den Kunden rasch eine digitale und innovative Lösung zu bieten.”


FAIRTIQ: Warum haben Sie sich für den Luftlinientarif entschieden? 

Michael Neugebauer und Heike Spielmann: 

“Es gab tatsächlich einen Anlass, der uns drauf gebracht hat, in Göttingen den Luftlinientarif einzuführen: von Seiten der Politik gab es einen Antrag, dass wir einen Kurzstreckentarif einzuführen sollen. Wir hatten allerdings gerade daran gearbeitet, den direkten Verkauf bei den Busfahrern zu reduzieren. Ein Kurzstreckentarif hätte den direkten Kundenkontakt wieder angehoben. Wir baten also um etwas mehr Zeit, sodass wir uns eine bessere Lösung einfallen lassen konnten. Dann sind wir auf den Luftlinientarif in Heidelberg aufmerksam geworden und eben auf FAIRTIQ. 

Mit dem Luftlinientarif schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe: wir bieten den Kunden einen gerechten Tarif, für kurze und lange Strecken, wir reduzieren den Direktverkauf und bieten den Kunden eine digitale Lösung.“

 

FAIRTIQ: Wie würden Sie FAIRTIQ jemandem erklären, der keine Ahnung von Apps und mobilen Tickets hat?

 Michael Neugebauer und Heike Spielmann: 

“Eine kleine Anmerkung: viele unserer Kunden sind im höheren Alter und kommen super mit der FAIRTIQ-App zurecht. Manchmal müssen wir im Kundencenter Hilfestellung bei der Installation leisten, aber danach scheint es super zu funktionieren. Die FAIRTIQ Handyticket App ist einfach zu handhaben, der Registrierungsprozess ist unkompliziert. Man hinterlegt einfach sein Zahlungsmittel und ist “fairtiq”. Einmal wischen beim Einsteigen und nochmal beim Aussteigen. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu erklären!”

 

FAIRTIQ: Und noch zum Schluss: GöVB und FAIRTIQ passen perfekt zusammen, weil…

Michael Neugebauer und Heike Spielmann: 

“Wir ticken gleich, denn wir beide haben Interesse einfach Lösungen zu finden und diese auch schnell umzusetzen. “Einfach und schnell” -  das ist unsere Mentalität, die wir hier haben und bei FAIRTIQ scheint das auch so  zu sein, und deswegen haben wir uns da auch gleich verstanden. Wir denken in Lösungen und nicht in Problemen. “

 

Und hier noch ein paar Pralinen vom Kundenfeedback zu FAIRTIQ in Göttingen: 


„Ich finde die App super klasse. Bargeldlos fahren und dann auch nur die Luftlinie bezahlen. Auf die Idee muss man echt erstmal kommen.“

 

„Lob für die tolle Möglichkeit mit der App den Luftlinientarif zu nutzen. Funktioniert einwandfrei. …“

 

„ … ich habe mich auf der Fairtiq App angemeldet und diese gestern das erste Mal ausprobiert. Ich muss sagen das ist echt genial und total einfach zu bedienen. …“

 

Vielen Dank für das Interview und wir freuen uns auf die Zukunft mit der GöVB als Partner!

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