6 April 2020

Ich muss von A nach B. Was nun?

Ich muss von A nach B. Was nun?
“Bleiben Sie zu hause.” Die Aufforderung der Behörden ist eindeutig und unmissverständlich. Das macht jetzt, während der Corona-Krise, auch wirklich Sinn - wenn es denn irgendwie geht. Es gibt aber dennoch einzelne Anlässe, die erfordern, dass man sich von A nach B begibt. Und damit ist jetzt nicht der Weg von der Küche ins Wohnzimmer gemeint. Auf welche Transportmittel soll man setzen und was gilt es dabei zu beachten? Da gibt es folgende Möglichkeiten:

 

Füsse, Fahrrad oder E-Bike 

Die Fortbewegungsmittel der Stunde sind im Moment die eigenen Füsse, das Fahrrad oder das E-Bike. Glücklicherweise haben wir Frühling und das Wetter wird tendenziell wärmer. Wessen Fahrrad allerdings noch im Keller steht und dringend einen Service von einer Fachperson nötig hätte, der kann sich Hilfe holen: Die Veloläden mussten zwar schliessen und dürfen daher weder beraten noch verkaufen, die Reparatur-Werkstätte dürfen aber weiterhin geöffnet bleiben. Bei den meisten Geschäften findet man sowohl online als auch an der Ladentür Infos dazu, wie man das Werkstattpersonal kontaktieren kann. Wer kein eigenes Fahrrad hat, kann sich vielleicht in der unmittelbaren Nachbarschaft eines ausleihen. Die Übergabe des Velos sollte allerdings mit den empfohlenen zwei Metern Abstand zum Nachbarn vorgenommen werden - das heisst, der verleihende Nachbar stellt das Velo ab und geht dann ein paar Schritte zurück. Erst dann kann die ausleihende Person das Gefährt entgegennehmen. Gleich darauf empfiehlt es sich, die komplette Lenkstange und den Sattel des Drahtesels zu desinfizieren.

Öffentlicher Verkehr

Was aber, wenn es in Strömen regnet, man aus einem bestimmten Grund nicht Fahrradfahren möchte oder kann oder die Distanz von A nach B schlicht zu weit ist, um sie mit dem Fahrrad zurückzulegen? Das Angebot des öffentlichen Verkehrs besteht natürlich weiterhin - allerdings mit Einschränkungen. Viele Transportunternehmen haben für Ihre Fahrgäste auf ihrer Website spezielle Informationen aufgeschaltet, so beispielsweise auch unser Partner, die Zugerland Verkehrsbetriebe. Da können Informationen zur Automatischen Türöffnung an Haltestellen oder auch bezüglich Desinfektion und Intensivierung der Reinigung nachgelesen werden. 

Wer jetzt mit Zug, Bus oder Tram reist, sollte ein paar wichtige Punkte beachten: 

  • Beim Warten, Ein- und Aussteigen und bei der Platzwahl immer Abstand zu anderen Personen halten 
  • So wenige Halterungen und Knöpfe wie möglich anfassen, danach die Hände desinfizieren
  • Ausserhalb der Stosszeiten reisen 
  • Vor der Reise den Fahrplan kurz kontrollieren, da die Verkehrsmittel zurzeit nur eingeschränkt verkehren 

Diese Empfehlungen stammen vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG und können hier nachgelesen werden, gelten aber natürlich nicht nur für die ÖV-Nutzung in der Schweiz. Übrigens: Wer seine Fahrgebühren mit der FAIRTIQ-App bezahlt, der reist bequem und erspart sich das Anfassen des Touchscreens am Billettautomaten. Die Handhabung ist einfach: FAIRTIQ-App herunterladen und beim Einsteigen in den Zug oder den Bus die Fahrt starten. Am Zielort angekommen, den Button «Stopp» in der FAIRTIQ-App nach links wischen. Eine Anleitung findet ihr hier.  

Trotzdem mit dem Auto

Über verschiedene Carsharing-Plattformen kann man für eine bestimmte Dauer ein Auto mieten. Besonders die grossen Carsharing-Anbieter wie z.B. Mobility verfügen über ein grosses Netz von Standorten in der ganzen Schweiz. Um die Kunden nicht zu gefährden, werden die Fahrzeuge regelmässig gereinigt und desinfiziert. Es empfiehlt sich dennoch, für das Nutzen des Autos allenfalls Einweghandschuhe zu tragen und das Steuerrad, den Schalthebel und alle Halterungen, welche man anfassen muss, beim Abholen des Fahrzeugs zu desinfizieren. 

Eine andere, je nach Situation allerdings etwas kostspielige Variante, ist das Taxi. Verschiedene Taxiunternehmen scheinen sich auf die neue Situation eingerichtet und Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Es ist empfehlenswert, das Taxiunternehmen der Wahl zuerst zu kontaktieren und nach den vorgenommen Massnahmen zu fragen. 

Digitalisieren oder verschieben 

Wem nun alle diese Fortbewegungsarten dennoch zu riskant sind, der kann vielleicht nochmals über die Digitalisierung eines Treffens nachdenken. Das geht natürlich nicht in jeder Situation. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und sehr viele Angelegenheiten lassen sich inzwischen per Videokonferenz oder Telefon erledigen. Viele Dienste und Plattformen bieten einem da Hand. Man kann einen Videoanruf beispielsweise mit der App Whatsapp machen, im Messenger von Facebook, über Jitsi, Google Duo, Houseparty oder Zoom. Wer Schwierigkeiten hat, einer dieser Dienste auf dem eigenen Gerät einzurichten oder zu bedienen, der kann sich vielleicht auf Distanz über Programme wie Teamviewer von anderen helfen lassen. 

Und wenn das auch nicht geht, bleibt immer noch die Möglichkeit, das Ganze zu verschieben - zumindest um ein paar Wochen. Auch wenn es einem unangenehm ist, aktuell haben dafür alle Verständnis.  

Ob per Fahrrad, Auto oder Zug...

Welches Fortbewegungsmittel ihr auch wählt, es gilt:

  • unbedingt ausreichend Zeit für Recherche und Vorbereitung einplanen (Fahrplan kontrollieren, das Fahrrad des Nachbarn desinfizieren, Taxiunternehmen anrufen) 
  • Gleich bei der Ankunft am Zielort und nach der Rückkehr nach Hause sorgfältig die Hände waschen 

Dies sind alles Empfehlungen, welche zur Minimierung des Ansteckungsrisikos beitragen. Den grössten Schutz geniesst ihr noch immer, wenn ihr in den eigenen vier Wänden bleibt.