Bern, Schweiz – 09.03.2026 – Wer kennt es nicht? Schnell in den Zug springen und erst beim Kontrollgang merken, dass das “Swipen“ zum Starten oder Beenden der Fahrt vergessen wurde. Genau dieses Problem will das Schweizer Unternehmen FAIRTIQ in Zusammenarbeit mit 10 Schweizer ÖV-Unternehmen nun endgültig lösen.
Zum 10-jährigen Jubiläum startet FAIRTIQ in der Schweiz die Testphase einer neuen Funktion, die in der ÖV-Branche als “Be-In, Be-Out“ (BIBO) bekannt ist. Die Idee dahinter: Die App erkennt dank dieser Funktion automatisch, wenn jemand mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist und stellt dadurch ein gültiges Ticket aus – ganz ohne manuelles Swipen am Anfang oder Ende der Reise.
ÖV fahren - mit keinem Swipe
Bisher mussten Reisende ihre Fahrt in der App mit einem Swipe starten und beenden. Mit der neuen Funktion soll dieser Schritt vollständig entfallen. Die App läuft im Hintergrund und erkennt eigenständig, sobald eine Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr beginnt.
Für Nutzende bedeutet das vor allem eines: Weniger Stress, mehr Komfort. Kein Gedanke mehr daran, ob die Fahrt korrekt gestartet oder beendet wurde; kein Risiko mehr, wegen eines vergessenen Swipes eine Busse zu erhalten. Einfach einsteigen und losfahren - mit keinem Swipe. FAIRTIQ spricht dabei von «GA-Komfort für alle» - jedoch ohne teures Abo. Denn wie bisher gilt: Bezahlt wird nur, was tatsächlich mit dem ÖV gefahren wird.
Volle Flexibilität für Gelegenheitsnutzende – ganz ohne Abo
Besonders profitieren sollen Menschen, die kein Abo besitzen und dennoch maximal flexibel unterwegs sein möchten. Die neue Funktion bietet Gelegenheitsnutzenden denselben Komfort wie Abo-Nutzenden – jedoch ohne fixe Kosten oder langfristige Verpflichtungen.
Gleichzeitig trägt die Lösung dazu bei, bestehende Hürden im öffentlichen Verkehr weiter abzubauen – etwa für ältere Menschen oder Personen mit Beeinträchtigungen, für die jeder zusätzliche Schritt eine Herausforderung darstellen kann. Je weniger Interaktion nötig ist, desto zugänglicher wird der ÖV für alle.
Wichtig: Die Funktion soll auch nach der offiziellen Einführung in der Schweiz freiwillig bleiben. Wer selbst swipen möchte, wird das weiterhin tun können.
Datenschutz bleibt zentral
Nach dem Prinzip “Privacy by Design” hat FAIRTIQ das System hinter der neuen Funktion so aufgebaut, dass der Datenschutz auch mit aktivierter BIBO-Funktion jederzeit gewährleistet ist. Daten werden grundsätzlich nur lokal auf dem Smartphone der Reisenden erfasst und bearbeitet. Daten ausserhalb des ÖVs werden gelöscht. Nur wenn die App erkennt, dass tatsächlich eine Fahrt im ÖV stattfindet, werden die während der ÖV-Reise erfassten Daten sicher an das zentrale FAIRTIQ Backend für Funktionen wie Routenberechnung und Abrechnung übertragen.
Die Funktion ist zudem so ausgelegt, dass sie den täglichen Einsatz ermöglicht, ohne den Batterieverbrauch des Smartphones übermässig zu belasten.
Start mit Schweizer Partnern unter dem Namen “FAIRTIQ Go”
Entwickelt und getestet wird die neue Funktion der FAIRTIQ-App gemeinsam mit einer Allianz von zehn Schweizer Transportunternehmen. Vorerst läuft die Erprobung in einer geschlossenen Testgruppe unter dem Namen “FAIRTIQ Go”.
Interessierte können sich über die Seite https://fairtiq.com/de/fairtiq-go-testphase für die Teilnahme am Markttest anmelden. So fliesst direktes Feedback von Reisenden in die Weiterentwicklung ein – bevor die Funktion im Laufe des Jahres schweizweit breiter ausgerollt wird.
Gian-Mattia Schucan, Gründer und Co-CEO von FAIRTIQ, sagt: “Wir möchten den öffentlichen Verkehr so einfach machen wie möglich. Wenn niemand mehr ans Swipen denken muss, kommen wir diesem Ziel einen grossen Schritt näher.”
Mit bisher über 350 Millionen erfassten Fahrten und rund 1,7 Millionen aktiven Nutzenden pro Monat gehört FAIRTIQ heute zu den führenden Ticketing-Anbietern weltweit. Während in der Schweiz mit myRIDE derzeit ein neues, distanzbasiertes Preissystem getestet wird, das automatisch den richtigen Preis berechnet und Vielfahrende zunehmend belohnt, geht FAIRTIQ nun den nächsten Schritt und testet mit BIBO die automatische Erkennung der Fahrt selbst. Damit entwickelt sich das Ticketing in der Schweiz gleich doppelt weiter - beim Preis und bei der Nutzung. Für Reisende bedeutet das in der Zukunft: einfach einsteigen, losfahren und automatisch zum richtigen Preis unterwegs sein - ganz ohne Swipe.
—Ende—
Über FAIRTIQ
Mit mehr als 350 Millionen Fahrten hat sich FAIRTIQ als Weltmarktführer und Pionier für mobile pay-as-you-go (MPAYG) Lösungen etabliert. Mit bis zu 1,7 Millionen aktiven Nutzenden pro Monat ist FAIRTIQ derzeit in dreizehn Ländern tätig – Österreich, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein, Niederlande, Norwegen, Slowakei, Schweden, Schweiz und Grossbritannien. Die Plattform bietet regionale Abdeckung in 25 Gebieten sowie nationale Abdeckung in vier Ländern und macht den öffentlichen Verkehr dadurch zugänglicher und benutzerfreundlicher. Mehr als 100 führende Verkehrsunternehmen und Behörden setzen auf die Lösung von FAIRTIQ.
Seit der Gründung verfolgt FAIRTIQ eine klare Vision: den öffentlichen Verkehr so einfach wie möglich zu machen. Der Weg dorthin begann mit Check-in/Check-out (CICO) – dem Ticketkauf mit einem einfachen Swipe in der App. Mit Check-in/Be-out (CIBO), bekannt als ”Smart Stop”, wurde das manuelle Beenden der Fahrt automatisiert. Der nächste konsequente Schritt ist nun Be-in/Be-out (BIBO): vollständiges, automatisches Ticketing ohne manuelles Swipe-in oder Swipe-out. Damit entwickelt FAIRTIQ seine Technologie stetig weiter – mit dem Ziel, Mobilität so intuitiv zu gestalten, dass sich Reisende nicht mehr um Tickets kümmern müssen, sondern einfach unterwegs sein können.
Über die Partner-Allianz
Die BIBO-Technologie wird in enger Zusammenarbeit mit einer Allianz von zehn Schweizer Transportunternehmen entwickelt und getestet: Appenzeller Bahnen (AB), Aargau Verkehr (AVA), Busbetrieb Solothurn und Umgebung (BSU), Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS), Rhätische Bahn (RhB), Regionale Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW), Transports publics fribourgeois (TPF), Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), Verkehrsbetriebe Biel (VB/TPB) und die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Gemeinsam treiben die Partner die nächste Generation des digitalen Ticketings voran – mit dem Ziel, den öffentlichen Verkehr in der Schweiz noch einfacher und zugänglicher zu machen.


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